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Interview mit Dr. Volker Lange vom Fraunhofer-Institut


Seit mehr als drei Jahrzenten ist Dr. Volker Lange in der Forschung bei Fraunhofer tätig. Und fast genauso lange beschäftige er sich auch mit dem Thema Logistik und Verpackung. Langweilig wurde es ihm dabei bisher nie und die Auseinandersetzung mit Trends und Entwicklungen einerseits und die anwendungsspezifische Umsetzung für Unternehmen und Gesellschaft andererseits, sorgen immer wieder für einen spannenden Arbeitsalltag. Oder wie er sagt: „Meine Arbeit fordert mich, das Lernen hört nicht auf und macht in Zusammenarbeit mit vielen netten Kolleg:innen sehr viel Spaß!“.

 

Wo liegen Ihrer Erfahrung nach die größten Herausforderungen im Ladungsträgermanagement?

Die größte Herausforderung liegt in der fehlenden Wahrnehmung des Themas und der damit verbundenen Potenziale. Ladungsträgermanagement führt in vielen Unternehmen ein Schattendasein. Ausgerichtet auf die Produktion und den Vertrieb rangiert das Thema Verpackung auf den hinteren Plätzen der Prioritätenliste. Schaut man dann doch tiefer hinein endet manche Anstrengung an weit verbreiteter Intransparenz. In der digitalen Welt sind Daten und Informationen der Schlüssel zu allen weiteren zielführenden Aktionen.


Von der grünen Wiese gedacht: Wie sähe Ladungsträgermanagement in der idealen Welt aus? Welche Rolle spielen dabei Trends wie bspw. Nachhaltigkeit?

Ohne Ladungsträger bewegt sich keine Ware. Sie spielen eine entscheidende Rolle in der Logistik, ob in der Lagerung, beim Umschlag oder beim Transport. Und welche Auswirkungen logistische Prozesse haben, konnten wir in der Zeit der Pandemie mehr als deutlich erleben. Nachhaltigkeit ist sicherlich das Gebot der Stunde und Ineffizienzen gilt es zu vermeiden. Ein wesentlicher Verursacher ist die bereits genannte Intransparenz. Wenn also Ladungsträger auf ihrem Weg vom Absender zum Empfänger zusätzlich zu den originären Schutz- und Logistikfunktionen auch Daten- und Informationsfunktionen erfüllen könnten, würden sie zum verbindenden Element zwischen der realen und virtuellen Welt. Das ist meine persönliche Vision: der Ladungsträger als Datenlieferant zur besseren Steuerung der Logistik und Element der Nachhaltigkeit!


"Wenn also Ladungsträger auf ihrem Weg vom Absender zum Empfänger zusätzlich zu den originären Schutz- und Logistikfunktionen auch Daten- und Informationsfunktionen erfüllen könnten, würden sie zum verbindenden Element zwischen der realen und virtuellen Welt."

Welche Schritte sind notwendig, um vom Status quo diesem Idealbild möglichst nahe zu kommen?

Die Digitalisierung und die damit verbundenen technologischen Entwicklungen bieten inzwischen eine große Auswahl an innovativen Informations- und Kommunikationsmitteln. Von IoT-Technologien in optischen, funk- und sensorbasierten Anwendungen über interaktive Nutzung von Smart Devices und Assistenzsystemen bis hin zur Plattformökonomie mit Cloud-Services und neusten KI-Algorithmen. Die Voraussetzungen sind gut, um diesen Transformationsprozess einzuleiten und auch erfolgreich zu sein. Aber es ist kein Selbstläufer und bedarf der Beschäftigung mit diesem Thema und der Überwindung mancher Strukturen und Prozesse.


Welchen Beitrag kann die Logistikbude dabei leisten?

Machen und überzeugen! Das Portfolio der Logistikbude trifft den Kern der Sache und bietet eine systemische Dienstleistung und Unterstützung, um dieses lohnende Ziel zu erreichen. Engagement, Innovation und Begeisterung mit einem tollen Team sind ein guter Garant um mit dem Ladungsträgermanagement der Zukunft einen wesentlichen Beitrag zur Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit zu leisten.


Die Logistikbude sagt herzlich Danke für dieses spannende Interview und die interessanten Einblicke in die Herausforderungen und Potenzial des Ladungsträgermanagements!