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NG.network digitalisiert Ladungsträgermanagement mit Logistikbude an 47 Standorten

Ein blauer MAN-Lkw mit grünem Auflieger der Spedition Zufall fährt auf dem Betriebsgelände. Der Auflieger trägt das Logo und den Schriftzug „NG network – Das Stückgutnetzwerk". Im Hintergrund ist das blau verkleidete Firmengebäude von Zufall zu sehen.
Autor:
Lisa Bornemann
Veröffentlicht am:
9.4.2026

Stückgutnetzwerk reduziert manuellen Aufwand und spart zahlreiche Stunden Arbeitszeit pro Woche

  • Durchgängige Transparenz über Bestände, Bewegungen und Salden von Ladungsträgern
  • API-Anbindung ermöglicht nahtlose Integration in bestehende Systeme
  • Netzwerkübergreifendes Roll-out im Sommer
Logo NG.network

Weniger Abstimmungsaufwand, mehr Transparenz und spürbare Zeitersparnis im Alltag: Das deutschlandweit tätige Stückgutnetzwerk NG.network setzt künftig auf die Softwarelösung der Logistikbude, um das Ladungsträgermanagement zu digitalisieren. Ziel ist es, die Verwaltung von Europaletten und Gitterboxen zwischen den Partnerbetrieben deutlich effizienter zu gestalten.

„Mit NG.network arbeiten wir erstmals mit einem Stückgutnetzwerk dieser Struktur zusammen. Das Projekt zeigt sehr deutlich: Gerade in Netzwerken mit vielen Partnern und komplexen Abstimmungsprozessen ist der Bedarf an digitalen Lösungen besonders hoch“, sagt Dr. Philipp Hüning, CEO und Mitgründer der Logistikbude.

Die gleichnamige Software des Dortmunder Tech-Unternehmens ist das erste Load Carrier Management System (LCMS) und begründet damit eine neue Softwarekategorie für das Management von Ladungsträgern. Die Plattform digitalisiert und automatisiert sämtliche Prozesse rund um Paletten, Behälter und andere Transporthilfsmittel – von Beständen über Tauschvorgänge bis hin zu Salden und Abstimmungen zwischen Partnern. Durch die Plattform erhalten Unternehmen erstmals eine zentrale, durchgängige Transparenz über sämtliche Ladungsträgerströme. Hüning betont:

„Eine Plattform für alle Prozesse rund um Ladungsträger zu haben, ist für NG.network und die Partnerbetriebe der Schlüssel, um jahrzehntelang gewachsene Prozesse in diesem Bereich zu transformieren und den Arbeitsalltag spürbar zu entlasten.”

Stückgutnetzwerk als Innovationsgemeinschaft

NG.network bündelt mit einem deutschlandweiten Stückgutnetzwerk die Transportkapazitäten von 47 angeschlossenen Partnerbetrieben. Die Partner speisen ihre Stückgutsendungen überwiegend in Direktverkehren in das gemeinsame Netzwerk ein, wo sie über regionale Speditionsbetriebe zugestellt werden. Den Kern des Verbunds bildet die Zentrale, die das Zusammenspiel der Partner steuert und das Netzwerk durch vorausschauende Planung kontinuierlich weiterentwickelt. Dabei setzt NG.network auf datenbasierte Mengensteuerung und Qualitätsmonitoring.

„Als Innovationsgemeinschaft entwickeln wir in enger Zusammenarbeit mit unseren Partnern Lösungen rund um Digitalisierung und Nachhaltigkeit, um sowohl strukturelle Herausforderungen der Logistikbranche als auch das tägliche Speditionsgeschäft zuverlässig zu meistern“, sagt Steffen Landsiedel, Leitung IT und Digitalisierung bei NG.network. „Unser Ziel ist es, Stückgutsendungen so sicher, schnell und nachhaltig wie möglich zu transportieren.“

Zu den Gesellschaftern der Stückgutkooperation gehören Rhenus Freight Logistics, Hellmann Worldwide Logistics, Zufall logistics group, Honold International, Gebrüder Weiss und Streck Transportgesellschaft.

Karte von Deutschland mit eingezeichneten Standorten verschiedener Logistikunternehmen. Dargestellt sind die Firmen Hellmann Worldwide Logistics, Rhenus Logistics, Zufall Logistics Group, NG Network, Gebrüder Weiss, Emons Spedition, Krage Spedition, Schüflein Logistik, Honold, Streck Transport, MTG sowie Schmidt. Die Standorte sind durch Punkte und Logos über das gesamte Bundesgebiet verteilt, von Neumünster im Norden bis Memmingen im Süden und von Freiburg im Westen bis Ottendorf-Okrilla im Osten.
Partnerkarte NG.network

Weniger manuelle Abstimmungen im Stückgutnetzwerk

Als Innovationsgemeinschaft stellt NG.network seine eigenen Prozesse regelmäßig auf den Prüfstand, um sie zu optimieren. Dabei rückte das Ladungsträgermanagement als ein wichtiger Baustein in den Fokus. Bis dato waren viele Schritte beim Austausch von Europaletten und Gitterboxen manuell und aufwendig:

„Rückbelastungen, Prüfungen und Abstimmungen erfolgten häufig über Belege, technische Datensätze, E-Mails oder Telefonate. Mitarbeitende mussten zwischen verschiedenen Systemen und Dokumenten navigieren, um Sendungen nachzuvollziehen“, erklärt Landsiedel.

Um diese Prozesse zu vereinfachen und transparenter zu gestalten, entschied sich NG.network schließlich dafür, das LCMS der Logistikbude zu implementieren.

Ein automatischer Saldenabgleich spart zahlreiche Stunden pro Woche

Die Softwarelösung wird über eine API an die zentrale Plattform von NG.network angebunden. Relevante Sendungsdaten zu Europaletten und Gitterboxen werden automatisiert übertragen und können anschließend von den Partnerbetrieben zentral eingesehen werden – ein manuelles Abgleichen technischer Datensätze gehört der Vergangenheit an. Dadurch entsteht eine durchgängige Transparenz darüber, welche Ladungsträger wo im Netzwerk unterwegs sind, wie sich Salden entwickeln und an welchen Stellen Klärungsbedarf besteht

„Durch diese Entlastung entfallen jede Woche zahlreiche Arbeitsstunden, bei denen unsere Mitarbeitenden damit beschäftigt waren, Differenzen zu klären oder manuelle Buchungen vorzunehmen“, sagt Landsiedel.

Roll-out im Sommer geplant

Der Projektstart erfolgte im Februar. Aktuell arbeiten NG.network und die Logistikbude an der technischen Implementierung und der Integration der Stammdaten. Im Anschluss ist eine umfangreiche Testphase mit den Partnerbetrieben geplant, bevor die Lösung voraussichtlich im Sommer in den Livebetrieb übergeht.

Neben der technischen Umsetzung steht vor allem das Change-Management im Fokus. Ziel ist es, die Mitarbeitenden in den Standorten frühzeitig einzubinden und die neuen digitalen Prozesse möglichst praxisnah in den Arbeitsalltag zu integrieren.

„Wenn Digitalisierung – wie in diesem Fall – im Alltag spürbar Arbeit erleichtert, wird sie schnell akzeptiert“, sagt Landsiedel.

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